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Back to the 90s – Ein Jahrzehnt im Zeichen der digitalen Tricktechnik

„GoodFellas“ (1990). „Pulp Fiction“ (1994). „Fight Club“ (1999). Aus cineastischer Retrospektive waren die 90er Jahre ein ausgesprochen bemerkenswertes Jahrzehnt. Schaut man sich beispielsweise auf imdb.com die 100 höchstbewerteten Filme aller Zeiten an, findet man aus keiner Dekade so viele Werke wie aus den Jahren 1990 bis 1999. Viele Filme, die in dieser Zeitspanne erschienen sind, haben heute Kultstatus erreicht oder waren stilprägend für ihr jeweiliges Genre. Vor allem aber auch im Hinblick auf die visuellen Trickeffekte boten die letzten zehn Jahre des vergangenen Jahrtausends einiges, das es zum damaligen Zeitpunkt noch nie zu sehen gab und das auch heute noch jüngere und ältere Filmfans zu begeistern vermag.

Eine Liste der einflussreichsten „Visual Effects“-Filme

Im Jahr 2017 veröffentlichte die Visual Effects Society (VES) eine überarbeitete Liste der 70 einflussreichsten Filme im Bereich der visuellen Effekte. De Vorstandsvorsitzende der VES, Mike Chambers, sagte dazu:

The ‘VES 70’ represents films that have had a significant, lasting impact on the practice and appreciation of visual effects as an integral element of cinematic expression and storytelling.

Die ‚VES 70‘ steht demnach für Filme, die die Praxis und Wertschätzung visueller Effekte als integralen Bestandteil des filmischen Ausdrucks und des Geschichtenerzählens nachhaltig beeinflusst haben. Filme, die auf die „VES 70“ aufgenommen wurden, reichen von den frühen 1900er Jahren bis 2015. Der älteste Film auf der Liste ist Georges Méliès “A Trip to the Moon“ aus dem Jahr 1902, die aktuellsten Beiträge sind der Oscar-Gewinner für die besten visuellen Effekte „Ex Machina“ und George Millers „Mad Max: Fury Road“, die beide aus dem Jahr 2015 stammen. Immerhin 14 Filme dieser Liste stammen aus den Jahren 1990 bis 1999. Auch das ist mehr als aus allen anderen Dekaden davor oder danach, mit Ausnahme der 80er-Jahre, aus denen ebenfalls 14 Filme stammen. Unabhängig von den Jahreszahlen stechen zwei prominente Regisseure heraus, die es mit jeweils sechs Filmen auf die „VES70“ schafften und damit für ihre enormen Verdienste in diesem Bereich gewürdigt werden: Steven Spielberg und James Cameron.

Steven Spielberg – Der Meister der Dinos

Spielbergs Einfluss auf das Kino im Allgemeinen und auf visuelle Effekte im Speziellen ist unbestritten. Erstaunlicherweise stammen jedoch die meisten seiner Filme, die auf der „VES70“ gewürdigt wurden, aus dem Frühwerk des Regisseurs. Tatsächlich ist „Jurassic Park“ aus dem Jahr 1993 der aktuellste Spielberg-Film auf dieser Liste. Demnach ist die Visual Effects Society der Ansicht, dass Spielberg in den letzten knapp 30 Jahren keinen Film mehr gedreht hat, der einen Platz auf einer solchen Liste verdient hätte. Dazu kann man nun stehen, wie man will. „Jurassic Park“ jedenfalls ist zweifelsfrei einer der großen Meilensteine der visuellen Tricktechnik und einer der größten Kinoerfolge der 90er Jahre. Nie zuvor gab es realistischere Tiere, ausgestorben oder noch vorhanden, auf der Leinwand zu bewundern und in gewisser Weise stellen die teils computergenerierten, teils animatronischen prähistorischen Riesenechsen auch heute noch den visuellen Standard dar. Zum ersten Mal wurde hier digitale Technologie verwendet, um ein vollständiges und detailliertes Lebewesen zu erschaffen. Doch trotz dieses bahnbrechenden Beitrags warnte Spielberg bereits vor einigen Jahren vor dem übermäßigen Gebrauch digitaler Effekte. Demnach waren es nicht die visuellen Effekte, die „Der weiße Hai“ (1975) zu einem Horrorklassiker avancieren ließen, sondern das Fehlen eben dieser. 

… I helped to herald the digital era with „Jurassic Park“. But the danger is that it can be abused to the point where nothing is eye-popping any more.The difference between „Jaws“ […] and „War oft he Worlds“ is that today, anything I can imagine, I can realize on film. Then, when my mechanical shark was being repaired and I had to shoot something, I had to make the water scary. I relied on the audience’s imagination, aided by where I put the camera. Today, it would be a digital shark. It would cost a hell of a lot more, but never break down. As a result, I probably would have used it four times as much, which would have made the film four times less scary. Jaws is scary because of what you don’t see, not because of what you do.

James Cameron – Cyborgs und sinkende Schiffe

Noch deutlich mehr als sein Kollege Steven Spielberg hat sich James Cameron im Laufe seiner Karriere den Ruf erarbeitet, in seinen Filmen auf den neuesten Stand der visuellen Tricktechnik zurückzugreifen und diesen nach Möglichkeit auch weiterzuentwickeln. So ist es nicht verwunderlich, dass zwei Filme Camerons in den 90er Jahren mit dem Oscar für die besten visuellen Effekte ausgezeichnet wurden: „Terminator 2: Judgement Day“ (1991) und „Titanic“ (1997).

„Terminator 2“ verwendet in großem Umfang computergenerierte Bilder (CGI), um den T-1000 zu animieren. Tatsächlich handelte es sich bei Robert Patricks Figur um die erste teilweise computergenerierte Hauptfigur der Filmgeschichte. CGI war insbesondere für den T-1000 erforderlich, da dieser aus einer Art Flüssigmetall besteht und deshalb seine Form fast beliebig wandeln kann. Diesen Effekt hatte Cameron bereits für den Vorgänger-Film „Terminator“ (1984) im Sinn, doch die Technik war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so weit, diese Vision nach Camerons Vorstellungen umzusetzen.

Nur sechs Jahr nach „Terminator 2: Judgment Day“ drehte Cameron mit „Titanic“ (1997) den bis dahin erfolgreichsten Film aller Zeiten. In diesem Film wollte der Regisseur die Grenzen der Spezialeffekte erneut erweitern, indem er die technischen Entwicklungen, die er in seinen Filmen „The Abyss“ (1989) und eben „Terminator 2: Judgment Day“ bereits vorangetrieben hatte, noch einmal weiterentwickelte. In „Titanic“ bekommt das Publikum einen Film zu sehen, den der amerikanische Filmkritiker Roger Ebert als einen „Triumph des rekonstruierten Realismus“ bezeichnete. 

Doch nicht jedem dürfte der Einsatz der modernen Tricktechnik in „Titanic“ gefallen haben. Beim Dreh der Höhepunktszene, in der das Schiff kurz vor dem Untergang zerbricht und auf den Grund des Atlantiks sinkt, mussten einige von Stuntleuten gespielte Passagiere von dem kippenden Deck in die Tiefe stürzen und auf dem Weg nach unten von Geländer und Schiffspropellern abprallen. Dabei kam es zu einigen leichten Verletzungen, sodass Cameron die Aufnahmen stoppte. Stattdessen wurden die gefährlichen Stunts mit computergenerierten Figuren animiert und die Stuntdarsteller/innen waren plötzlich arbeitslos.

Trotz der großen technischen Errungenschaften, die man den Filmen des Regisseurs zweifellos zugestehen muss, relativiert auch Cameron die Bedeutung der visuellen Effekte im Kino.  

As a filmmaker, I love working with the medium of computer animation. […] What makes computer animation work is not the mere fact that it’s made with a computer, it’s what you do with it and how you entertain the audience. It’s the story and the characters. We are in the business of entertaining audiences. It’s about making films that keep the audience on the edge of their seats, wondering what’s going to happen next. We all love the technology, but more importantly we love hearing the audience laugh.

Industrial Light & Magic

Sowohl Spielberg als auch Cameron arbeiteten bei ihren Filmen „Jurassic Park“, „Terminator 2“ und „Titanic“ mit dem amerikanischen Visual-Effects-Unternehmen „Industrial Light & Magic“ (ILM) zusammen, das 1975 von einem gewissen George Lucas gegründet wurde und eine Abteilung der Filmproduktionsfirma Lucasfilm war und ist. ILM gilt heute als eines der erfolgreichsten Unternehmen im Bereich der visuellen Effekte und setze allein in den 1990er Jahren einige wegweisende cineastische Meilensteine.

So wurde 1992 in Robert Zemeckis „Der Tod steht ihr gut“ zum ersten Mal die Textur menschlicher Haut computergeneriert. In dem ebenfalls von Zemeckis gedrehten Film „Forrest Gump“ (1994) gelang es erstmals, fiktive Filmcharaktere wie die von Tom Hanks gespielte Hauptfigur digital in historisches Archivmaterial zu integrieren. 1995 erschuf man in „Casper“ mit dem titelgebenden Geist den ersten sprechenden computergenerierten Hauptcharakter mit einer ausgeprägten Persönlichkeit und Emotionen. Im selben Jahr waren es dann fotorealistische Haare und Felle bei Tieren, die in „Jumanji“ erstmals animiert in einem Film zu sehen waren. Ein Jahr später erschuf man 1996 mit der Figur Draco in Rob Cohens „Dragonheart“ die erste komplett computergenerierte Hauptfigur in einem Realfilm. Und schließlich gab es 1999 in Stephen Sommers „The Mummy“ mit Imhotep erstmals auch ein vollständig computergeneriertes menschenähnliches Monster zu bestaunen.

Abgesehen von diesen als Meilensteinen angesehenen Errungenschaften zeigte sich ILM darüber hinaus für die visuellen Effekte zahlreicher Großproduktionen der 90er Jahre verantwortlich. Dazu zählen wie Filme wie „Total Recall“ (1990), „Hook“ (1991), „Schindlers Liste“ (1993), „Mission Impossible“ (1996), „Men in Black“ (1997) oder „Der Soldat James Ryan“ (1998).

1996 animierte man außerdem die Tornados im Katastrophenfilm „Twister“. Die durch die Luft fliegende Kuh, die zu einem oft parodierten Element und vermutlich zur berühmtesten Szene des Films wurde, war ebenfalls computeranimiert. Tatsächlich handelt es sich bei der CGI-Kuh um ein wiederverwertetes CGI-Zebra aus dem bereits genannten Film „Jumanji“ von 1995.

1997 entwickelte man in Paul Verhoevens „Starship Troopers“ die bereits in „Jurassic Park“ genutzte Technik weiter und baute im Film die komplett computeranimierten „Bugs“ ein, eine arachnoide außerirdische Lebensform, wofür der Film bei den 70. Academy Awards sogar für den Oscar für die besten visuellen Effekte nominiert wurde.

Das Ende des klassischen Zeichentricks

Doch nicht nur in den Büros von ILM wurde fieberhaft an innovativen Möglichkeiten gesucht, Filme in neuer Ästhetik und neuem Look zu produzieren. So erschien 1995 mit „Toy Story“, als Koproduktion des damals noch eigenständigen Studios Pixar und dem Disney-Konzern, der erste vollständig am Computer animierte Kinofilm. Der Film wurde mit seinen weltweit eingespielten 360 Millionen Dollar ein durchschlagender Erfolg und läutete somit das Zeitalter des neuen Animationsfilms ein. Noch vor der Jahrtausendwende erschienen aus dem Hause Pixar „Das große Krabbeln“ (1998) und „Toy Story 2“ (1999), wobei sich die Qualität der Animationen mit jedem Film steigerte. Ersterer ist jedoch nicht mit „Antz“ zu verwechseln, der ebenfalls im Jahr 1998 erschien, auch von allerleih Krabbeltier handelt und auch komplett am Computer entworfen wurde.

Im Jahr 1997 veröffentlichte Disney ohne Mitwirken des Partners Pixar seinen 35. Animationsfilm „Hercules“, bei dem zum Großteil auf klassische Zeichentrickanimation zurückgegriffen wurde. Allerdings wurden auch hier bereits erste computeranimierte Szenen, wie zum Bespiel der Kampf des Helden mit der Hydra, in den Film eingebaut. 1999 folgte „Tarzan“, der dann handgezeichnete 2D-Animationen mit der umfangreichen Verwendung von computergenerierten 3D-Hintergründen kombiniert. Um diese 3D-Hintergründe zu erstellen, entwickelte das Produktionsteam eine eigens für den Film entwickelte Technik, die als „Deep Canvas“-Verfahren bekannt ist. Für diese Weiterentwicklung verlieh die Academy of Motion Picture Arts and Sciences den Machern von Deep Canvas 2003 einen Technical Achievement Award. Nach Tarzan wurde das Verfahren von Disney noch in einzelnen Sequenzen der nachfolgenden Filme genutzt. Heute spielt es allerdings in der modernen Computeranimation keine Rolle mehr. 

Die neue Art der computergestützten Animation ermöglichte es jedoch nun auch eine neuartige Verschmelzung von Real- und Animationsfilmen. Wo beispielweise in „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ (1988) ein recht großer Kontrast zwischen dem gezeichneten Hasen und seiner realen Umwelt bestand, war das Zusammenspiel von computeranimierten Charakteren und menschlichen Darstellern nun deutlich homogener. „Space Jam“ war 1996 einer der ersten Filme, der diesen Schritt wagte. Hier treten die computeranimierten Looney Tunes um Bugs Bunny an der Seite der Basketball-Legende Michael Jordan in einem interplanetaren Basketballspiel gegen außerirdische Herausforderer an.

Heute bleibt mehr als nur CGI

Wenn man sich nun, zu Beginn der 2020er Jahre, die Zeit nimmt und auf die Jahre 1990 – 1999 zurückblickt, wird schnell deutlich, dass diese Dekade die heutige Kinolandschaft nachhaltig geprägt und verändert hat. Die genannten Filme waren sicherlich nicht alle cineastische Meisterwerke oder Kassenschlager. Aber sie haben auf jeden Fall ihren Teil dazu beigetragen, computergenerierte Animationen im Kino zu etablieren und weiterzuentwickeln. Allerdings muss man heute vielleicht auch einräumen, dass einige zeitgenössische Filmemacher/innen James Camerons oben zitierte Worte der Warnung vergessen haben:

It’s about making films that keep the audience on the edge of their seats, wondering what’s going to happen next. We all love the technology, but more importantly we love hearing the audience laugh.

Zu viele Filme heute scheinen sich zu sehr auf ihre bombastischen CGI Elemente zu verlassen und vergessen dabei, interessante Geschichten über interessante Figuren zu erzählen. Wenn man genau hinsieht, könnte man den Beginn dieser Entwicklung ebenfalls in den späten 90ern verorten. Aber das wäre bereits ein weiterführendes Thema, über das an anderer Stelle diskutiert werden soll. Stattdessen bleibt festzuhalten, dass die 90er-Jahre neben bahnbrechenden technischen Innovationen auch ein reichhaltiges Erbe an Meisterwerken hervorbrachte, die damals wie heute Filmfans begeistern.

11 Gedanken zu „Back to the 90s – Ein Jahrzehnt im Zeichen der digitalen Tricktechnik“

  1. Es ist interessant, dass man diese technologische Lawinenbewegung gar nicht so richtig zur Kenntnis genommen hat, als man mittendrin war.

    Ich war hier zunächst über die Auslassung von Matrix verwundert, bei kurzer Überlegung hat die aber rein tricktechnisch gar nicht so viel Neues geliefert. Hat die Effekte nur elegant genutzt und mit klassischem Stunt- und vor allem Wire-Work (in Hollywood damals auch selten) gemischt. Und natürlich Bullet-Time groß gemacht, was durchaus eine entscheidende Treppenstufe auf dem Weg zum Superheldenfilm heutiger Machart gewesen sein dürfte.

    Am faszinierendsten und sicher am deutlichsten war die Entwicklung aber wohl im Animationsfilm. Stellte man in den 90ern noch lieber Plastik und Käfer dar, war man 2001 mit Final Fantasy schon selbstbewusst genug (spätestens aus heutiger Sicht lächerlich) die Zukunft realer Schauspieler in Frage zu stellen.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich finde, dass Space Jam besser aussieht als Roger Rabbit. Das soll nix gegen Jam sein, aber ich bin immer wieder überrascht wie verdammt gut Roger Rabbit die Mischung hinbekommt.

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    1. Herzlichen Glückwunsch! Sie sind Verfasser des ersten Kommentars auf dieser Seite. Sie haben kein neues iPhone gewonnen.

      „Ich war hier zunächst über die Auslassung von Matrix verwundert,“

      Es gab tatsächlich einen sehr kurzen Absatz zu Matrix und Bullet-Time. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass dieser Absatz nirgends so richtig in den Text hineinpassen wollte. Er stand irgendwie einfach so wie ich auf einer Party deplatziert in der Gegend herum. Deswegen habe ich ihn aus Mitleid herausgekürzt.

      “ war man 2001 mit Final Fantasy schon selbstbewusst genug (spätestens aus heutiger Sicht lächerlich) die Zukunft realer Schauspieler in Frage zu stellen.“

      Ich glaube dieses Thema ist noch nicht ausdiskutiert… 😉

      „Das soll nix gegen Jam sein, aber ich bin immer wieder überrascht wie verdammt gut Roger Rabbit die Mischung hinbekommt.“

      Vielleicht liegt es daran, dass ich Roger Rabbit erst einige Jahre nach Space Jam und Co gesehen habe. Aber bei mir ist es echt genau andersrum. Ich habe mir für den Artikel auch extra noch mal ein paar kurze Clips angeschaut und finde die Zeichentrick-Realität-Mischung wesentlich befremdlicher als bei den computeranimierten Filmen. Allerdings kann ich jetzt auch keine Szene benennen, bei der mich in Roger Rabbit etwas konkret gestört hätte. Das ist eher so ein Bauchgefühl.

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      1. „Herzlichen Glückwunsch! Sie sind Verfasser des ersten Kommentars auf dieser Seite. Sie haben kein neues iPhone gewonnen.“

        Cool, ich nehm eh lieber das Samsung!

        „Er stand irgendwie einfach so wie ich auf einer Party deplatziert in der Gegend herum. Deswegen habe ich ihn aus Mitleid herausgekürzt. “

        Im schwarzen Mantel mit Ray-Ban Sonnenbrille stand er da rum, nehm ich an!

        „Ich glaube dieses Thema ist noch nicht ausdiskutiert… 😉 “

        Naja, mit 2001 Technik ging es jedenfalls nicht. Und heute? Vor fünf Jahren sah der junge Kurt Russell in Guardians of the Galaxy II immer noch mächtig bescheiden aus! 😉

        RR schwächelt dann, wenn Hoskins Charakter nach Toon Town geht. Die Einbindung von Realfilm in zeichentrickszenen ist schwächer als umgekehrt, muss ich nach kurzem Drübernachdenken wohl doch zugeben.

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      2. „Im schwarzen Mantel mit Ray-Ban Sonnenbrille stand er da rum, nehm ich an!“

        Wie denn sonst???

        „Vor fünf Jahren sah der junge Kurt Russell in Guardians of the Galaxy II immer noch mächtig bescheiden aus!“

        Der animierte Tom Hanks in „Polarexpress“ sah gar nicht so übel aus. Oder die Darsteller/innen in „Loving Vincent“. Da gibt es mittlerweile schon ein paar Möglichkeiten.

        „Die Einbindung von Realfilm in zeichentrickszenen ist schwächer als umgekehrt, muss ich nach kurzem Drübernachdenken wohl doch zugeben.“

        Das wollte ich natürlich auch sagen. Schon die ganze Zeit. Und damit hatte ich dann die ganze Zeit schon recht.

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      3. „Der animierte Tom Hanks in „Polarexpress“ sah gar nicht so übel aus.“

        Ich hab den nie gesehen, aber ist Polar Express nicht immer das beliebteste Beispiel für den „Uncanny Valley“ Effekt? In der abstrahierten Form eines Loving Vincent funktioniert das hingegen natürlich. Aber im Fotorealismus? Nö.

        Aber ich bin da vermutlich eh der falsche Gesprächspartner, ich muss mich bemühen, nicht wieder über „Peter Cushing“ in Rogue One zu motzen.

        Herrje, der schlechteste Effekt im ansonsten grandiosen Dune war Pauls komisches CGI Gesicht in der Dschihad-Vision und… oh Mann, ich werd zu Waldorf UND Statler, bei dem Thema. 😉

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  2. Wilkommen zurück, Du Wandler zwischen den Welten. Da hast Du mit dem ersten Beitrag schon mal einen sehr hohen Standard gesetzt. Toll. Und wo das herkommt. da gibt es noch mehr …

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  3. Cooler Beitrag. Wobei ich gerade auch deinen letzten Beitrag ganz wichtig finde: dass CGI nicht die Antwort auf die Frage nach exzellenten Filmen ist, sondern halt auch „nur“ ein Mittel. Und es geht eben auch ohne. Gerade im Animationsfilm sehe ich den Trend kritisch und fühle mich bei CGI-lastigen 3D-Spektakeln weitaus weniger wohl und nehme diese als Einheitsbrei wahr verglichen zum „hand-animierten“.
    Auch dass CGI und VFX die 90er zu so einem krassen Jahrzehnt machen, sehe ich auch nur teilweise so. Ich denke mehr es liegt an der Größenordnungen, die Filme inzwischen einnehmen und dem Blockbuster-Kino, das vermutlich mit Jaws erst so richtig losging.

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    1. Hi!
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar 🙂

      „Auch dass CGI und VFX die 90er zu so einem krassen Jahrzehnt machen, sehe ich auch nur teilweise so.“

      Das wollte ich so auch nicht sagen, falls das so angekommen ist. „Goodfellas“, „Das Leben ist schön“, „Fight Club“, „Der Soldat James Ryan“, „Pulp Fiction“ oder auch „Scream“ sind grandiose Filme ohne CGI zu nutzen.
      Ich wollte eher sagen, dass die 90er ein krasse Dekade und ZUSÄTZLICH AUCH NOCH auf technisch-visueller Ebene bemerkenswert waren.

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  4. Guter Einstand!

    Digitale Tricktechnik hat einen bis Ende der 90er und auch frühen 2000ern im Kino staunen lassen. Dann wurde es leider bald Alltag – selbst im durchschnittlichsten Actionfilm – und die Begeisterung dafür nahm ab.

    Doch seit kurzem bin ich zumindest teilweise wieder daran interessiert nachdem ich die Aufnahmen von Ang Lees Gemini zu sehen bekam. Vielleicht wäre es denkbar, auch bei Indiana Jones Harrison Ford auf diese Art in weiteren Teilen darzustellen. Hier wären dann aber neue Fragen zu klären wie es mit der Schauspielkunst weitergeht.

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    1. Vielen Dank. 🙂

      „Digitale Tricktechnik hat einen bis Ende der 90er und auch frühen 2000ern im Kino staunen lassen.“

      Die bombastischen Filme der 90er habe ich zum allergrößten Teil erst einige Jahre später gesehen, da ich noch zu jung dafür war. Die große Ausnahme war für mich Jurassic Park, den ich tatsächlich Ende der 90er (es muss wohl 1996/97) gewesen sein) gesehen habe. Insofern war das quasi für mich von Anfang an der Standard, was visuelle Effekte angeht.

      „Vielleicht wäre es denkbar, auch bei Indiana Jones Harrison Ford auf diese Art in weiteren Teilen darzustellen. Hier wären dann aber neue Fragen zu klären wie es mit der Schauspielkunst weitergeht.“

      Na, da würde sich der Kollege @Filmlichter aber freuen. Schauspieler irgendwo digital reinzuschummeln ist quasi sein Lieblingsthema 😉

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